Die Berliner Post-Rock-Band Geistæ verbindet atmosphärische Gitarrenflächen, dichte Soundschichten und emotionale Dynamik zu intensiven instrumentalen Klanglandschaften. Seit 2021 in Berlin aktiv, bewegt sich das Trio zwischen Ambient, Shoegaze und klassischem Post-Rock – mal fragil und schwebend, mal eruptiv und druckvoll.
Dara Shikoh ist ein in Berlin lebender pakistanischer Künstler. Musik ist für ihn der heilige Raum zwischen Sprache und Emotion, ein Ort, an dem Gefühle noch nicht vollständig in Logik übergegangen sind, aber dennoch spürbar sind. Seine musikalische Reise ist ein Prozess, in dem er diesen Raum verkörpert und zum Ausdruck bringt.
Julius Ménard betreibt das wunderbare Kassettenlabel Grisaille und macht genauso wunderbare gitarrendrone-Musik, die in keine Schublade passt. Zum ursprünglich geplanten Konzert – das er kurzfristig absagen musste – erschiene eine sehr schöne Veröffentlichung auf spalt-ung. Nun wird also das überfällige Konzert zur Platte nachgeholt Und da er mit Schubladen nix am Hut hat (sagte ich das bereits?), spielt er auch was ganz anderes für uns. Oder nicht?
Kulturausbesserungswerk Opladen, am 20.Juni 2026 – Anfang um 20 Uhr
Asmus Tietchens begann bereits 1965, mit einem Tonbandgerät zu experimentieren, Tapeloops aufzunehmen und zu Collagen zu verdichten. Ab 1971 kamen Synthesizer dazu. 1984 erschien auf United Dairies mit Formen letzter Hausmusik ein reguläres Industrial-Album, das erstmals Tietchens‘ primäre musikalische Interessen gültig formulierte: Geräusche werden bearbeitet, dabei mitunter bis zur Unkenntlichkeit verfremdet und in neue, ihnen adäquate Zusammenhänge gestellt. Tietchens hat vielfältigste Quellen für sein Verfahren erkundet, u.a. Wasser (Serie der Seuchengebiete, ab 1985), menschliche Stimmen (Von Mund zu Mund 1-3, 1999/2000) und manuell am Tonkopf vorbeigezogene Tonbänder (Daseinsverfehlung, 1992). Seit der Jahrtausendwende arbeitet er wieder verstärkt mit dem Synthesizer, den Tietchens jedoch nur als reine Klangquelle für seine reduktionistisch verknappten Kompositionen nutzt (Mengen-Serie, ab 2000).
Julia Bünnagel arbeitet an der Schnittstelle von Bildhauerei und Klang. In ihren Turntablism-Performances formt sie Klang wie ein plastisches Material. Aus makroskopischen Texturen verdichtet sie strukturelle Kompositionen zu experimentellen Tonlandschaften und entwickelt expansive Zustände zwischen Rauschen und pulsierenden Rhythmen. Für ihre Live-Improvisationen nutzt sie bearbeitete Schallplatten: eingesägt, lackiert oder beklebt tragen sie ihre eigenen, obskuren Geräusche in sich. Durch das Mixen dieser LPs lässt sie treibende, rhythmische Soundscapes entstehen. Der Klang bewegt sich zwischen Noise, fragmentierter Musik und lauten, dreckigen Beats.
Harald Sack Ziegler: Singer-Songwriter und Shoegazer zwischen Wingwave und Hypnose. Harald Sack Ziegler wurde 1961 in Berlin geboren. Nach Dr. Hoch’s Konservatorium und seinem Abschluss als Diplom-Musiker an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main lebt er seit 1986 in Köln und tourt als Multiinstrumentalist durch die Welt.
Ditterich von Euler-Donnersperg ist eine eher rätselhafte Figur in der Welt des Avantgarde-Films und der Musik. Bekannt für seine Beiträge zur Underground-Kunstszene, insbesondere in Deutschland, ist er ein vielseitiger Filmemacher, Musiker und Multimedia-Künstler. Seine Arbeit zeichnet sich häufig durch experimentelle Ansätze und unkonventionelle Erzähltechniken aus. Eines seiner bemerkenswerten Werke ist „Electric Buddhas“, ein Film, der sich mit abstrakter visueller Kunst und nicht-linearen Erzählstrukturen beschäftigt. Trotz seines Einflusses in Nischenkreisen hat von Euler-Donnersperg keine Mainstream-Preise oder weit verbreitete Anerkennung erhalten und bleibt eine Kultfigur in alternativen Künstlergemeinschaften.
Kulturausbesserungswerk Opladen, Café, am 4. April 2026 – Anfang um 20 Uhr!
Doc Wör Mirran haben wir vor Jahren eingeladen – wenn das mal nicht genau passt dazu, dass sie nun SLOW aufführen wollten. Wollten, denn es klappte leider nicht im Juni, sie haben nun fest zugesagt für den 27.12. Doc Wör Mirran entstand um Joe Raimond 1982 in San Francisco – und passt so gar nicht in irgendwelche musikalischen Schubladen. Von Anfang an war gerade Offenheit Programm, Offenheit für unterschiedlicheste Kunstformen, musikalische Genres, aber auch für Beteiligung unterschiedlichster MusikerInnen. Das zeichnet sich nicht zuletzt in der Diskographie von DWM ab, die nicht nur unüberschaubar viele Veröffentlichungen umfasst, sondern eben auch mit einer absichtlich unüberblickbaren Anzahl von mehr oder weniger häufig Beteiligten enstanden ist. Darunter gab es einst eine SLOW Reihe: erst eine LP diesen Titels, 12 Jahre (!) später dann eine CD (SLOWER) und schließlich den Abschluss der Trilogie mit einem MP3 Download (SLOWEST) – eine Reihe, über eine sehr lange Zeitspanne, veröffentlich auf drei verschiedenen Medien. Nun dürfen wir sehr gespannt sein, denn wir haben DWM explizit zu einem SLOW Konzert eingeladen, eine Premiere nach den genannten Studiorealisationen. Polaroid Notes. Vor Jahren im Nichts entdeckt, seit dem zahllose Naechte lang gelauscht. Klavierbelichtungen, durchaus dunkle. Sowie Christoph Heemann. Einfach so.
Kulturausbesserungswerk Opladen am 27. Dezember 2025 – Anfang um 20 Uhr!
Sister Iodine traten bereits 1992 in Paris in die Fußstapfen von Bands wie Sonic Youth und The Ex mit ihrer ganz eigenen Art von bandgemachtem Noise, experimenteller Musik und Avantgarde – und wir freuen uns sehr, sie nach Leverkusen holen zu können, wo sie (natürlich) auch nach 33 Jahren noch nie waren. Noise, aber düster.
Doc Wör Mirran haben wir vor Jahren eingeladen – wenn das mal nicht genau passt dazu, dass sie nun SLOW aufführen wollten. Wollten, denn es klappt leider nicht im Juni, sie haben nun fest zugesagt für den 27.12. und entschuldigen sich sehr. Dafür kommt nun EMERGE aus Augsburg, ein längst überfälliger Besuch des umtriebigen Labelbetreibers namens attenuation circuit. Wir freuen uns!
Abgerundet wird der Abend durch Gerladine Vanspauwens Projekt La Zza Ro. Wir haben sie auf Konzerten kennenlernen dürfen, und freuen uns sehr, sie für Struppig Tanzen gewonnen zu haben. Ihre wunderbar vielschichtige, poetisch-dunkle und vor allem fragile Musik berührt vom ersten Augenblick an.
Ein struppiges Konzert unter der Woche – weil vier super Menschen lieb gefragt haben! Aoki & Harutaka haben wir beide in Japan kennengelernt, nun kommen sie als Duo zu uns. Wer weiß, womoeglich schaffen wir es noch, aus unserem Archiv ein wertvolles Tondokument zu heben und fuers Konzert zu veroeffentlichen!
Julius Ménard betreibt das wunderbare Kassettenlabel Grisaille und macht genauso wunderbare gitarrendrone-Musik, die in keine Schublade passt. Dazu gibt erscheint am Mittwoch eine sehr schoene Veroeffentlichung auf spalt-ung. Und da er mit Schubladen nix am Hut hat (sagte ich das bereits?), spielt er auch was ganz anderes fuer uns.
Ypsmael war letztens schon einmal da (2013) und dachte sich, es wird mal wieder Zeit fuer Struppig Tanzen. Auch in diesem Fall bietet sich ein Tondokument wie selbstverstaendlich an. Wir muessen es nur noch basteln.
18:30 Einlass, 19 Musik! Damit am naechsten Tag auch mit dem Aufstehen klappt!
Hier noch die Plan-ung: 19h Musikstart, es spielen: 1. Julius Ménard 2. Ypsmael 3. Aoki&Harutaka. Die drei Sets jeweils 20-35 Minuten, dazwischen 15 Minuten Umbaupause. Hui sind wir strukturiert!
Kulturausbesserungswerk Opladen 6.11.2o24 19h – 5 Euro