
Das Konzert zum besinnlichen Jahresausklang am 27.12. im Kulturausbesserungswerk Opladen:
Polaroid Notes aus Süddeutschland verbindet experimentelle Klangforschung mit Ambient, Drone und Minimal Music. Aus Piano-Fragmenten, verfremdeten Field Recordings und schwebenden elektronischen Texturen entstehen fragile, melancholische Klanglandschaften zwischen subtiler Dissonanz und stiller Feinheit. Das Album „Welten auseinander“ erschien ursprünglich zum geplanten, kurzfristig abgesagten Auftritt bei Struppig Tanzen. Nun holen wir das Konzert nach – auf den Tag genau ein Jahr später. Vor Jahren im Nichts entdeckt, seitdem zahllose Nächte lang gelauscht. Klavierbelichtungen, durchaus dunkle.
Daniele Veronese lebt in Marseille und bewegt sich zwischen experimenteller Elektronik, Ambient, Drone und Musique Concrète. Mit Piano, Orgeln, Field Recordings, Tapes und gefundenen Klangobjekten formt er fragile, vielschichtige Klanglandschaften. Erinnerung, Vergänglichkeit und Wahrnehmung bilden den Hintergrund seiner dunklen, schwebenden Drones und abstrakten Texturen. Der Piano-Akzent seines früheren Projekts Susje Ristch ist dabei zunehmend in den Hintergrund getreten.
Hye Young Sin, Klangkünstlerin aus Berlin, findet ihre Musik in den Dingen des Alltags. Mit selbstgebauten Apparaturen und kleinen Motoren bringt sie alltägliche Materialien und Fundstücke zum Klingen. Aus feinen Vibrationen, mechanischen Bewegungen und unvorhersehbaren Geräuschmustern entstehen fragile Klanggebilde zwischen experimenteller Musik, Sound Art und kinetischer Installation.
Hügelmann ist das Soloprojekt von Jasper van den Hövel, der auch bei Sponsch, Neumatic Parlo und Brave Men Run aktiv ist. Mit Gitarre, Stimme, Tape-Loops, Field Recordings und Elektronik entwickelt er offene Klangräume zwischen Drone, Ambient und Noise. Mal organisch und beinahe greifbar, mal entrückt und abstrakt, verschieben sich Melodien, Geräusche und Wiederholungen ineinander.
