ACTION BEAT + POWERYOGA + EMPIRE YEARS (16.April 2o14)

Bereits zum wiederholten Male statten ACTION BEAT (Bletchey, UK) Leverkusen einen Besuch ab, um ihre großartige und mitreißende Musik mit mehreren Gitarristen und tatsächlich auch mehreren Schlagzeugern(!) zu präsentieren, diesmal allerdings mit Sänger Jos Kley, Gründungsmitglied und langjähriger Sänger der Niederländischen Kultband THE EX, bei der er von 1979-2009 agierte. Wir versprechen einen unvergesslichen Abend!

Und nein, das ist noch lange nicht genug, dazu spielen POWERYOGA (Schwelm), ein Duo, was man aber nicht glaubt, bis man sie erlebt hat: “Poweryoga ist eine dynamische und intensive Form des Yoga, dessen auffälligstes Merkmal eine kontinuierliche Bewegung ist.” Ja, nee, is klar! Und die Band? Poweryoga spielen eine dynamische und intensive Form der Musik, dessen auffälligstes Merkmal nichts mit Kontinuität zu tun hat. Bislang schrieb Benja Hiller größtenteils über die Musik anderer (artempire, Spoke). Was kann man nun also von der eigenen Musik einer engagierten Musikjournalistin und -produzentin erwarten? Poweryoga klingen nach Anarchie, als hätte es klassische Einordnungen und Strukturen innerhalb der Musik niemals gegeben. Das klingt dann so, als hätten Dyse und Ursus eine gemeinsame Nacht im Proberaum verbracht, wo sie sich schließlich nach einer nicht all zu ernst zu nehmenden Diskussion darauf einigen konnten, wie Noiserock, Punk, Hard- und Grindcore im Konsens zu klingen hat. (Bandinfo)

Als drittes im Bunde dann EMPIRE YEARS aus Dortmund. “Gute Musik aus Deutschland scheint nach wie vor Mangelware zu sein (erst recht im Vergleich zum Wust an wirklich schlechter Musik aus Deutschland) – da bleibt zu hoffen und bei gleichbleibender Qualität auch zu erwarten, dass man von Empire Years noch einiges hören wird.
Bei Empire Years ist das anders. Dass die vier Stücke der Caveman-EP nicht aus dem Großbritannien der Thatcher-Ära stammen, verrät dem Hörer eigentlich nur die im direkten Vergleich bisschen zu klare Produktionsqualität. Abgesehen davon klingt alles hübsch authentisch nach dem, was landläufig nun trotz aller ursprünglichen Diversität des Genres unter dem Begriff „Post-Punk“ zusammengefasst wird. Oder New Wave. Ganz ironisch vielleicht auch Retro-Wave? Oder was auch immer. (Pretty in Noise)

Kulturausbesserungswerk Leverkusen Opladen
Beginn: 20h (pünktlich) | Eintritt: 5€

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